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Das Konjunkturhoch in Deutschland hält an. Der Ifo-Index verzeichnete zur Überraschung der Analysten den vierten Anstieg in Folge.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September überraschend den vierten Monat in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg leicht auf 106,8 Punkte von 106,7 Zählern im Vormonat, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mit. Das ist der beste Werte seit Juni 2007. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang auf 106,2 Zähler gerechnet. „Das konjunkturelle Hoch hält an“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn zu der Umfrage unter 7000 Unternehmen. Diese schätzten ihre Aussichten für die kommenden sechs Monate etwas schlechter ein als noch im Vormonat, bewerteten ihre Geschäftslage aber erneut besser.

Der deutsche Aktienmarkt drehte nach Bekanntgabe der Daten ins Plus. Auch der Eurokurs zog leicht an. „Das Ifo-Barometer zeigt, dass die Geschäfte und damit auch die Gewinne noch gut laufen“, sagte Commerzbank-Experte Ralph Solveen. „Das sind gute Nachrichten für die Aktienmärkte.“ Besonders bei den Einzelhändlern hat sich das Geschäftsklima merklich verbessert. „Wir erwarten reale Lohnsteigerungen bei hoher Arbeitsplatzsicherheit“, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger zu Reuters. „Das stärkt die Inlandskräfte.“ Der Aufschwung werde nicht mehr so stark wie bisher vom Export abhängen.

Industrie erwartet schwächeres Exportwachstum

Die exportabhängige Industrie erwartet weiter gute Geschäfte, auch wenn sie wegen der Konjunkturschwäche in den USA und der geringeren Dynamik in China nicht mehr mit ganz so starken Zuwächsen rechnen wie zuletzt. Bei Dienstleistern und in der Baubranche hellte sich das Stimmung leicht auf, während sie sich im Großhandel etwas eintrübte. Quelle: Welt-Online